Mein Lebenswerk - entstanden aus Visionen, 

Ehrgeiz und Ausdauer

Die Vision

Wir schreiben Juli 1944. Noch mitten in den Wirren des 2. Weltkrieges (1944 - 1945).
Wien im Zweiten Weltkrieg
Bei Bombenalarm noch in den hauseigenen Keller.
Aufgewachsen auf 9 m² im Kabinett mit Innenhof. Lichthoffenster (nur die Älteren kennen das noch), ohne direktem Himmelskontakt.

Da dürfte sicher bereits der 1. Gedanke an einem eigenem Grundstück und Eigenheim in leichter Hanglage entstanden sein.
In der Evolution zeigt sich der unbändige Aufbauwillen solcher Kriegsgenerationen.

Von zartem Kindesalter an schon das Interesse an der Natur. Mit Pflanzversuchen am Küchenfenster, erste Goldfische und Krebsfang-Expeditionen in das nahegelegene Dornbach und Neuwaldegg. Gottseidank aufgewachsen schon am Rande des Wienerwaldes.

Es kam die Schulzeit mit deutlich merkbarem Interesse für die Architektur.
Historische Bauten, Gebäudekulturen - ich war der Liebling meiner Kunstgeschichte-Professorin Fr. Prof. Link.
weitere Infos in meinem Lebenslauf

Meine fotografische Laufbahn ab dem 14. Lebensjahr und mein Wille zur Dokumentation - hab ich von Papa geerbt - diese Eigenschaft hilft nunmehr bei dieser Aufarbeitung sehr.

Karl Columbus

Die Idee

Sicher konkretisiert bei meinem 1-jährigen Auslandsaufenthalt in Canada - Karl Columbus
Vorher war die Volks- und Mittelschulzeit und keine Möglichkeit für solche Gedanken.
Doch 2 Wochen nach der Matura war ich schon am Schiff nach Übersee.

Nach ersten Ausflügen in diese unendliche Seenlandschaft im nördlichen Kanada dann der Berufsstart im Forschungslabor der Canadien Westinghouse Company.
Ich hätte fast bei der "Bell Telephone Company" mit meiner Ausbildung begonnen, doch die Stationierung im entferntem Toronto war mir einfach zu weit.
weitere Infos in meinem Lebenslauf

Erstes eigenes Einkommen (war gar nicht so schlecht) zündete den Funken für meine Lebensplanung.
Und der "American Way of Live" in Einfamilienhäusern. Ich habe schon damals die ersten Grundrisspläne gesammelt. Meine Vorstellungen für unser Leben in einem "My Home is my Castle" nahm schon sehr konkrete Formen an. Bungalowtyp, Atriumhaus (wie die alten Vierkanthöfe) etc.

1964 nach der Rückreise aus Kanada konnte mein Wunsch Architektur zu studieren nicht verwirklicht werden. In den 1960er-Jahren war der Andrang zum Architekturstudium so stark, dass die Studenten nur mehr auf den Stufen der Hörsäle Platz fanden.
Also Start meiner fernmeldetechnischen Laufbahn bei der Österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung. Auf Grund des technischen Ausbaues und Personalmangel wurden eine Reihe von ingenieursmäßigen Fortbildungen angeboten.
Es gab damals als Zivildienst (Befreiung) den Dienst beim öffentlichen Dienst, speziell wegen dieses Technikermangels bei der ÖPT. Alle HTL-Absolventen sind damals zur Fa. Siemens gewandert und es fehlte an Ingenieuren.
Der Gehalt war damals leider nur ein 1/4 von Canada.
Aber lebenslange fixe Anstellung als "Beamter".
Und das hat bis zu meiner Pensionierung gehalten.
Ich habe im Laufe der Karriere zwar jedmögliche Sonderaufgaben übernommen, doch dabei sehr viel gelernt.

Ich habe es nie bereut.

Die Umsetzung

Blick vom Berghotel Tulbinger Kogel nach Westen

Vorarbeiten

Verlobungszeit
Hochzeit
Genossenschaftswohnung der ÖPT im 14. Bezirk.
Familiengründung mit Geburt des Sohnes Andreas 1971.

Erstes Suchen und Erkunden für ein mögliches "Gartenprojekt".
Die Kleingartenidylle (z.B. Simmeringer Haide) wurde bald fallengelassen (zu klein, Abhängigkeit zum Obmann).
Also erweiterte Suche im Umland von Wien.
Im Norden bis ins Weinviertel (Gaweinstal) - im Süden bis zur Hohen Wand (Bad Vöslau).
Die Nordstrecke über eine der wenigen Brücken - No Go.
Die Südstrecke wurde auch wegen dem erhöhten Verkehrsaufkommen verworfen.
Ausweitung nach dem Westen von Wien - etwa Sieghartskirchen - schon besser in der Verkehrsanbindung.

Mein 14-tägiger Aufenthalt anlässlich der Grundausbildung zum Sicherheitstechniker im Berghotel Tulbingerkogel hat mir den Blick ins Tullnerfeld geöffnet (siehe Bild).
Der Westabhang des Tulbinger Kogels ins Tullnerfeld.

Familienplanung als Familiendomizil "Casa Tulbing"

Start des Lebensprojektes

Mitten in der Natur - direkt an den Ausläufern des westlichen Wienerwaldes

Nach dem Grundlehrgang (war eigentlich eine Kasernierung, doch ich bin täglich die kurze Strecke nachhause gefahren - es war Winter und ich war oft der Einzige der mit den schmalen Michelin-Reifen des Peugeot 404 die Bergstraße hochgekommen ist), sofortige Suche in Tulbing. Lehnert Karl - Bautruppführer in Hernals - wohnhaft in Mauerbach, hat mir die notwendigen Informationen gegeben.
Nach 2 Anfragen über Grundstücksverkauf bei Einheimischen wurde ich bei der Fam. Forster fündig. Ein Streifen an der rechten Seite der Herrnberggasse (ehem. Kukuruzacker)
mit 22 m Breite wurde gerade vergeben.
2 Grundstücke von oben weg waren schon vergeben.

Meine Vision war 1.000 m² (also 2 der sonst üblichen Parzellen), eine Hälfte für das Haus und die 2. Hälfte für den Gartenbereich. Es sollte nämlich parkähnlich werden.
Gesagt, getan. Somit ergab es 50 m Straßenlänge.
Das ideale Grundstück war gefunden und ich hab diesen Standort nie bereut.
Leichte Hanglage, Sackgasse.
Anfahrt verkehrfrei über Mauerbach oder Klosterneuburg-Kierling. Ideal vom 14. und/oder 17. Bezirk.

Und nun ging´s ans planen!

Von der Planung bis zu 50 Jahre Tulbing

Der Architekt kommt wieder durch

Leichte Hanglage, auf 50 m Länge - 2 m Niveauunterschied.
225 m Seehöhe, mit Blick ins Tullnerfeld.
2 Parzellen um sich architektonisch auszutoben.

Meine Vision wurde wahr

Winkel-Bungalow, Krüppel-Walmdach, Terrasse nach Süden, Garage extra, Pool, 3 Biotop-Becken gemauert (es gab noch keine passenden Folien), Fundament für Anbau-Glashaus schon vorbereitet.